iEG 4.0 – Industrielle Energiegemeinschaften auf Systemebene
Skalierbare Energiesysteme für Industrie, Standorte und Verbünde.
Industrieunternehmen stehen vor steigender Volatilität der Energiepreise, wachsenden Lastspitzen, Netzrestriktionen und hohem Investitionsdruck. Einzelstandort-Optimierung reicht dafür nicht mehr aus.
Strategischer Dialog
Das industrielle Problem
Warum Einzeloptimierung an ihre Grenzen stößt
Das eigentliche Problem, mit dem moderne Industrieunternehmen konfrontiert sind, ist nicht primär eine technische Herausforderung, sondern vielmehr ein tiefgreifendes Defizit in der systemischen Organisation und Koordination ihrer Energieressourcen. Unternehmen investieren zwar in fortschrittliche Technologien wie Photovoltaik-Anlagen zur Eigenstromerzeugung, leistungsstarke Energiespeicher und intelligente Energiemanagementsysteme (EMS), doch diese Investitionen erfolgen oft isoliert. Jede Komponente wird optimiert, ohne die Fähigkeit zu besitzen, diese Assets standortübergreifend, geschweige denn unternehmensweit, als kohärentes System zu orchestrieren.
Ein lokal optimiertes Energiemanagementsystem kann die Verbraucher eines einzelnen Standorts effizient steuern, übersieht aber die potenziellen Synergien und den Ausgleich zwischen mehreren Produktionsstätten oder Verbundpartnern. Dies führt zu einer suboptimalen Nutzung vorhandener Kapazitäten und einer verpassten Chance zur Hebung erheblicher Effizienzpotenziale.
Die Konsequenz dieser unkoordinierten Energiesysteme ist ein erheblicher finanzieller und operativer Nachteil. Hohe Einzelinvestitionen amortisieren sich langsamer und erreichen nie ihr volles Potenzial, da die Skaleneffekte eines vernetzten Systems fehlen. Die Abhängigkeit von externen Energiebezügen bleibt hoch, was Unternehmen den Auswirkungen volatiler Energiemärkte und unvorhersehbarer Preisschwankungen aussetzt. Ohne die Fähigkeit, Lastspitzen durch standortübergreifende Koordination abzufedern, entstehen weiterhin hohe Kosten für Netznutzung und vermiedene Leistungsbezüge. Die fehlende Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auf Marktdynamiken wie variable Stromtarife oder kurzfristige Handelsmöglichkeiten führt zu entgangenen Einnahmen und unnötigen Ausgaben.
Energiepreise
Volatilität macht langfristige Planung unmöglich
Lastspitzen
Kosten- und Netzrisiko durch Einzelbetrieb
Isolierte Assets
Speicher und Erzeugung ohne Koordination
Regulatorik
Unterschiedliche Rahmen je Standort
Skalierung
Fehlende Modelle für Wachstum
Die Marktdynamik, insbesondere der steigende Anteil erneuerbarer Energien und die damit verbundene Notwendigkeit der Netzstabilisierung, macht eine reine Einzelstandort-Optimierung zunehmend unzureichend. Netzrestriktionen nehmen zu, und die regulatorische Landschaft wird immer komplexer. Unterschiedliche Bundesländer, Regionen oder sogar einzelne Kommunen können unterschiedliche Vorschriften für Einspeisevergütungen, Netzentgelte, Zertifizierungen oder die Teilnahme an Flexibilitätsmärkten haben. Diese Komplexität erfordert eine flexible Systemorganisation, die in der Lage ist, diese Rahmenbedingungen standortspezifisch zu berücksichtigen und gleichzeitig unternehmensweite Synergien zu nutzen.
Systemarchitektur
Vom Einzelstandort zum koordinierten Energiesystem
iEG 4.0 beschreibt ein industrielles Systemmodell, mit dem mehrere Standorte, Anlagen und Betriebe als gemeinsames Energiesystem betrieben werden können – technisch steuerbar, wirtschaftlich tragfähig und über Ländergrenzen hinweg adaptierbar.
Keine Produkte. Keine Anbieterbindung. Sondern Systemarchitektur.
Assets
Erzeugung, Speicher, Lasten
Steuerung
Energiemanagement, Digitale Zwillinge, Simulation
Koordination
Mehrere Standorte, gemeinsame Optimierung
Skalierung
Standort → Cluster → Region
Das System ist technisch stabil, aber organisatorisch adaptiv.
Digitale Zwillinge & Steuerungslogik
Von Monitoring zu operativen Entscheidungen
Digitale Zwillinge werden nicht zur Visualisierung eingesetzt, sondern zur operativen Steuerung. Sie simulieren Last- und Erzeugungsszenarien, bewerten wirtschaftliche Effekte in Echtzeit und unterstützen Entscheidungen für Betrieb und Investitionen.
Diese Technologie bereitet die Grundlage für automatisierte Optimierung vor und transformiert reaktives Energiemanagement in proaktive Systemsteuerung. Der Digitale Zwilling ist kein IT-Tool, sondern ein Entscheidungsinstrument für C-Level-Verantwortliche.
01
Simulation
Last- und Erzeugungsszenarien in Echtzeit
02
Bewertung
Wirtschaftliche Effekte quantifizieren
03
Entscheidung
Betrieb und Investitionen steuern
04
Automatisierung
Optimierung ohne manuelle Eingriffe

Operative Entscheidungssicherheit: Digitale Zwillinge ermöglichen die Bewertung von Szenarien vor ihrer Umsetzung – ein kritischer Vorteil bei Investitionsentscheidungen im mehrstelligen Millionenbereich.
Betriebsmodelle
Wer investiert. Wer betreibt. Wer profitiert.
Industrielle Energiesysteme erfordern klare Antworten auf Eigentumsfragen, Betreiberlogik und Risikoaufteilung. iEG 4.0 definiert keine Produkte – sondern Betriebslogiken, die wirtschaftliche Tragfähigkeit über mehrere Standorte hinweg sicherstellen.
Eigentum
Wer besitzt Erzeugung und Speicher?
  • Einzelunternehmen
  • Gemeinschaftsmodell
  • Drittinvestor
Betrieb
Wer steuert die Energiegemeinschaft?
  • Zentrale Koordination
  • Aggregator-Modell
  • Dezentrale Steuerung
Risiko
Wie wird Verantwortung aufgeteilt?
  • Investitionsrisiko
  • Betriebsrisiko
  • Marktrisiko
Wirtschaftlichkeit
Wie entsteht Mehrwert?
  • Kostensenkung
  • Flexibilitätsvermarktung
  • Netzentgeltoptimierung
Die Herausforderung liegt nicht in der technischen Integration, sondern in der Strukturierung tragfähiger Geschäftsmodelle, die Skalierung ermöglichen ohne Kontrollverlust der beteiligten Unternehmen.
Österreich als industrielles Testfeld
Realer Betrieb statt theoretischer Modelle
Österreich dient als kontrolliertes industrielles Lernumfeld mit realen Betrieben, realen Netzen und realen Marktbedingungen. Die rechtliche Grundlage für Energiegemeinschaften ist etabliert, die Industrie-Dichte hoch, und die Affinität für Speicher- und Photovoltaik-Technologien ausgeprägt.
Ziel ist nicht ein nationales Modell, sondern übertragbares industrielles Systemwissen. Jede Herausforderung, die in österreichischen Industrieparks gelöst wird, schafft Blaupausen für ähnliche Anwendungsfälle in anderen europäischen Märkten.
Reale Betriebe
Produktionsstandorte mit echten Lastprofilen und Investitionsentscheidungen
Reale Netze
Netzrestriktionen und Engpässe als Designparameter
Reale Märkte
Preissignale und Flexibilitätsmechanismen im Live-Betrieb
Rechtssicherheit
Etablierte Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften
Übertragbares industrielles Systemwissen entsteht durch konsequente Dokumentation realer Implementierungen.
Internationale Skalierung
Gleiche Technik – unterschiedliche Regeln
iEG 4.0 ist kein nationales Modell. Es ist ein adaptierbares System. Der technische Kern bleibt über Ländergrenzen hinweg identisch, während regulatorische Anpassungen modular erfolgen. Diese Architektur ermöglicht Skalierung ohne Systembruch.
1
Phase 1: Österreich
Entwicklung und Validierung des Kernmodells
2
Phase 2: DACH-Region
Adaption für Deutschland und Schweiz
3
Phase 3: EU-Märkte
Roll-out in weitere Mitgliedsstaaten
4
Phase 4: Global
Internationale Anwendung außerhalb Europas
Technischer Kern
  • Identische Systemarchitektur
  • Standardisierte Schnittstellen
  • Einheitliche Digitale Zwillinge
  • Gemeinsame Datenmodelle
Modulare Adaption
  • Regulatorische Anpassungen
  • Marktmechanismen
  • Abrechnungslogiken
  • Compliance-Module
Skalierungslogik
  • Standardisierte Implementierung
  • Lokale Partnerschaften
  • Zentrales Wissensmanagement
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung
Unsere Rolle als Initiatoren
Die Initiatoren von iEG 4.0 sind keine Betreiber, keine Anbieter und keine Projektabwickler. Unsere Verantwortung liegt auf Systemebene: Wir entwickeln die Architektur, definieren Betriebs- und Skalierungslogiken und stellen technische sowie wirtschaftliche Kohärenz sicher.
Systemarchitekten
Entwicklung der technischen und organisatorischen Systemlogik
Referenzgeber
Validierung und Dokumentation funktionierender Implementierungen
Modell-Owner
Verantwortung für Weiterentwicklung und Qualitätssicherung

Strategische Position: Durch die Rolle als Systemarchitekten ohne direkte Betreiber- oder Lieferanteninteressen entsteht maximale Glaubwürdigkeit und langfristiger Werterhalt. Diese Position ermöglicht neutrale Koordination und kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems.
Wir verkaufen keine Produkte. Wir verantworten das System. Diese klare Abgrenzung schafft Vertrauen bei Industriepartnern und ermöglicht objektive Technologieentscheidungen ohne Interessenskonflikte.
Systemverantwortung ohne Betreiberinteressen ist die Grundlage für langfristige Glaubwürdigkeit in Industrienetzwerken.
Zusammenarbeit
Strategischer Industriedialog
iEG 4.0 arbeitet selektiv mit Industrieunternehmen, Standortbetreibern, Technologiepartnern und Regionen zusammen, die skalierbare Energiesysteme aufbauen wollen. Die Zusammenarbeit erfolgt projekt- und standortbezogen.
Keine offenen Ausschreibungen. Kein Massenkontakt. Gezielte Zusammenarbeit auf Systemebene. Der Zugang zum iEG-4.0-Systemrahmen sowie weiterführende Architektur- und Systemleistungen werden individuell vereinbart.
Zusammenarbeitsmodell
01
Systemzugang
Formaler Zugang zur Architektur und Initialbegleitung
02
Architekturleistungen
Design von Multi-Standort-Systemen und Steuerungslogiken
03
Implementierung
Begleitung der technischen und organisatorischen Umsetzung
04
Skalierung
Erweiterung auf weitere Standorte und Regionen
Für Industrieunternehmen
Standortübergreifende Energiesystemoptimierung
Für Standortbetreiber
Koordination mehrerer Industriepartner
Für Technologiepartner
Integration in standardisierte Systemarchitektur
Für Regionen
Aufbau regionaler Energienetzwerke
iEG 4.0 – Systemarchitektur für industrielle Energie
Wertversprechen für die Industrie
Kostensenkung
Niedrigere Gesamtkosten durch Systemoptimierung, nicht nur Strompreis
Planbarkeit
Eigenverbrauch und Speicher schaffen kalkulierbare Energieversorgung
Flexibilitätserlöse
Einnahmen aus Netzdienstleistungen und Marktmechanismen
ESG-Compliance
CO₂-Nachweisfähigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung
Versorgungssicherheit
Resiliente Energiesysteme durch dezentrale Orchestrierung
Industrieunternehmen werden zu souveränen Gestaltern ihrer Energieversorgung, meistern die Systemkontrolle und wandeln sich von passiven Verbrauchern zu aktiven Operatoren des Energiesystems.
Systemkomponenten
Erzeugung
PV, KWK, Wind
Speicher
Batterie, thermisch
Lasten
Produktion, Infrastruktur
Steuerung
EMS, Digital Twin
Koordination
Multi-Standort-Logik
Skalierung
Regional, international

iEG 4.0 transformiert Energie von einer volatilen Kostenstelle zu einer steuerbaren, resilienten Systemressource. Die Plattform verbindet technische Exzellenz mit klaren Governance-Strukturen und ermöglicht Skalierung ohne Systembruch.